28.2.07
Habe bereits gepackt, wieder heissts Abschiednehmen von gewohntem, auch wenns nur kurz war. Hab jetzt schon Heimweh nach Agonda, weils so schoen ist hier, und weils so friedlich ist, so einfach richtig angenehm. Ist fast schon wie im Paradies. Abschiednehmen vom Beach, jetzt gehts ins Landesinnere. Indien ist einfach riesig. 2 sind heut abgefahren nach Udajpur, Rajastan das heisst 36 Std. zugfahren. Giselle reist am Sonntag ab, 3000 km mit dem Auto in den Norden. Himachal, sie hat da ein Haus und Ueberwintert jeweils in Agonda, wenns da zu kalt ist. Muss schoen sein da oben im Fruehling, wie in den Schweizer Bergen, nur hoeher und viel groesser, der Himalaja. Moecht ich auch mal sehen. Auch Agonda nach dem Monsun, so Sept. Okt. wenn alles gruen und frisch ist. Es gibt noch soviel. Wenn ich die Landkarte schau und sehe, wie wenig ich gereist bin, im Gegensatz zur Groesse des Landes.
25.2.07
Ja die Zeit vergeht, die Tage gehen dahin einer schoener als der andere. Jedenfalls wird mir nicht langweilig am Beach und unter Palmen. Bin mit einer Royal Enfield 500er unterwegs und lass mir im warmen Wind die Haare um die Ohren flattern. Es ist und bleibt einfach herrlich. Banana-Chocolate-Pancake direkt am Beach servieren lassen, so laeufts in Palolem. Picnic mit der Franzosenmeute an der Paradisebeach. Muscheln und Fisch vom Feuer und immer wieder kleine, suesse Bananen. In der Brandung rumluemmeln gleich ohne was. Jam in der Sanfranciscobar mit Mike aus New York Sopranosax und Steve aus London und Rita from Australia etc. Kunterbunte Gesellschaft hier.
War in Mapusa an einem Markt und hab sogar den Fotoapparat vergessen. Schade. Bin etwas lasy und geniesse nur, die Zeit vergeht ja eh von selbst. Wunderbar soviel davon zu haben, es wird auch wieder anders kommen.
Noch 3 Tage hier, dann heisst es wieder alle 7 Sachen packen und auf und davon. Geh doch mit dem Zug nach Hampi, sonst muss ich wieder hierher zurueck und ich weiss aber noch nicht genau, was und wie weiter. Aber frei ist besser da kann ich hin wo ich will. Hab ja noch mehr als einen Monat und ich moechte gern noch mehr sehen.
20.2.07
Bin wieder in Agonda, ist schon wie daheim. War gut eine Woche immer auf Achse und goenn mir wieder mal ein paar ruhige Tage. Nachtmarkt Anjuna war immens, sehr interessant. Gibt viele Leute die leben laenger hier und haben sich was aufgebaut. Musik, Modeschau, indisches Fernsehen, ist ein Grossanlass. Konnte interessante Kontakte knuepfen. Mit Bus wieder Agonda und gleich weiter zu grossen Wasserfaellen im Hinterland. Praktisch das ganze hintere Bergland ist Nationalpark 240 km2 seit 1972. Hat ueberhaupt viele Naturreservate, auch ganze Straende sind geschuetzt fuer Meeresschildkroeten. Erstaunt mich, dass Indien soviel macht in dieser Hinsicht, als armes Land. Aber sie tun sicher gut daran, die Urwaelder halten das Wasser. Hier hat es seit November nicht mehr geregnet. Es ist sehr trocken, auch wenn es gruen ausschaut. Aber es hat immer frisches Wasser aus den Bergen und viele Brunnen, alte Ziehbrunnen, manchmal in unmittelbarer Naehe des Meers, mit gutem Wasser. Aber auch hier ist es waermer als sonst, sagen Einheimische. Noch viel waermer waere gar nicht gut. Regen wird erst wieder im Juni erwartet, der Monsun. Dafuer dann sehr viel, wochenlang. So haben sie 6 Mt. Touris und Getuemmel, heisst auch Arbeit und Einkommen und dann 6Mt. Ruhe und Regen. Mir gehts super, ich geniess es in vollen Zuegen. Katamaran segeln. Segeln lernte ich schon als Kind. Super. Und in Anjuna Beachfliegen. D.h. an einem Gleitschirm hochgezogen im Wind gleiten. Nachmittags bis Abends hat es immer eine schoen regelmaessige Bise vom Meer. War eindrucksvoll.
Unglaublich, es wird sogar hier Fasnacht gefeiert. Anders als bei uns, aber auch mit viel Getrommel, mit Riesentrommeln. Sie ziehen durchs Dorf und verantstalten ein Getoese, mit dofen Papphueten auf. Ueberall hier, seit 3 Tagen schon.
17.2.07
Bin in Anjuna, da wo die ersten Goapartys stattfanden, heute sehr touristisch und nicht besonders schoen der Beach. Goa ist definitiv India light, viele Autos, ueberhaupt viel Verkehr und Leute, indisch und europaeisch, man merkt den portugisischen Einfluss auf die Bauweise. Sehr schoene alte Haeuser, ganz anders als in Suedindien, werden zuhauf von Englaendern aufgekauft. Hat auch viele indische Touristen und endlich wieder mal gutes Netz. Bin mit Lukas und Ruedi hochgefahren, mit Taxi ca. Std. sehr bequemes reisen. Waren gestern an einem Konzert Prehn Joshua, sehr sehr schoen, viele Leute. Habe 40 min gefilmt, war schoen anstrengend die Kamera so lange ruhig zu halten und promt schreit jemand Heidi, kennt mich aus St.Gallen. Schon das 2.Mal eine solche Begegnung, neben Lukas (ex Geri) und Herbie, die ja auch zufaellig auftauchten. Tja, die Welt wird immer kleiner. Die Musik jedenfalls war super, indischmodern. Jetzt sind alle wieder nach Agonda runtergefahren, ich bleibe noch , heute ist Nachtmarkt hier und den moechte ich mal erleben. Miet mir ein Roller und besuche noch andere Beaches, jeder hat seinen eigenen Charakter und ich gondle gern in der Gegend rum. Ist aber im Gegensatz zu Agonda sehr hektisch. Das heisst jetzt dann Zimmer suchen fuer diese Nacht, am Besten gleich in der Naehe, den Roller habe ich aber bis morgen.
Ja, war wirklich wieder schoen hier rumzugondeln. Vagator Beach und weiss ich doch nicht mehr wie die alle heissen. Schoene Landschaften, viele Touris. Die Touris werden indischer und die Inder europaeischer und ueberall wollen sie einem was verkaufen. Endlos Shops an den Strassenraendern, ueberall bis auf Ausnahmen, der gleiche Ramsch. Gutes Zimmer gefunden direkt an der Anjunabeach mehr Sued, da ist es schoener und heute wird noch was abgehen. Der Nachtmarkt soll riesieg sein, mit livemusik und und und. Hab leider kaum mehr Geld dabei, weil ich eine meiner Brillen reparieren musste und da eine grosse Anzahlung leisten musste. Aber kein Problem, wird erst mal geschaut. Wieder in Agonda morgen, werd ich mir ein gutes Motorad suchen, da bin ich schnell wieder hier und ich moechte die Reise nach Hospet, Hampi mit dem Motorrad machen. Mit dem Zug ist das 6 Std. Ist mir eindeutig die Liebste Art zu reisen. Kein Schweiss, kein Gepaeckschleppen, halten wos gefaellt und es ist richtig angenehm warm.
15.2.07
Alles was ich gestern aus Gokarna geschriebenhabe ist weg, schade. Gokarna ist eine Mittelalterliche Stadt mit vielen indischen Pilgern, sehr indisch und am Freitag ist Tempelfest und alles ist im Aufruhr. Hat aber sehr schoene Sachen zum fotografieren. Nicht so viele Touris. Sehr indisch, indisch wie noch nie. Hat weitere sehr schoene Buchten da. Fantastische Landschaften mit Wasser, Huegeln, Meer, Fluss, Dschungel. Mit dem Ruettelbus kann man gut rausschauen. Gokana ist in Karnataka und man merkt gleich den Unterschied, dass man in einem anderen Bundesstaat ist. Erkenne die Kudlybeach auf einer Postkarte, die ich vor Jahren einmal aus Indien bekommen habe. Immer wieder Meer, Sonne, Wind, ist einfach immer wieder herrlich. Habe Affen gesehen, Delphinen zugeschaut. Schlangenhaut gefunden, durch den Dschungel auf schmalen Pfaden zu einsamen Straenden, Vogelrufe, Kuehe klein wie Schafe beinah, Geckos, Kraehen zuhauf wie Abfallpolizei, alles wird gefressen, Falken viele, bewegungslos Kreise ziehen, Seeadler, Fisch essen, gut, sehr gut….
Bin wieder zurueck in Agonda, sehr angenehm hier. Morgen gehts nach Anjuna. Spannend.
14.2.07
11.2.07
Gestern Abend Musik und Nachtleben in Palolem. Im Reisefuehrer meines Bruders aus 96 noch als menschenleerer Ort bezeichnet, ist voll von Touris, Beachmeile mit Shops, einer nach dem Andern, Ueberfluss. Bar mit Live-Musik aus Bukinafaso, ein wenig tanzen tut gut. Um 10 ist Schluss, in Indien gibts kein Nachtleben. Keine Goapartys. Die Polizei ist hart am Durchgreifen, aber mit Bakschisch wird alles erreicht. Dann noch eine Bar am Meer, Uebervoll. Der eine darf das, ihm gehoeren 90 % des Dorfes. Eine Goldgrube, Durchschnittsalter 20 - 25. Die Palmhuetten am Meer entstehen nur den Winter ueber, vor Monsun, ca. Mai wird alles wieder abgebrochen, bis 200 m ins Land rein. Unvorstellbar. Agonda wo ich bin ist eine der ruhigsten Beaches hier, es gibt natuerlich noch viele kleine, die nur zu Fuss erreichbar sind und dementsprechend leer. Heute gehts noch auf Dschungeltour. Es ist wirklich sehr schoen und riecht sehr gut. Ueberall wos viele Menschen hat, sind auch schlechte Gerueche und der Abfall wird einfach verbrannt.
Hab eine Vespa zum Rumtuckern, hab ich nach Wiederstaenden doch ausprobiert und es geht auch gut. Viele Sand- und Rumpelpisten hier, aber die groesseren Strassen sind sehr gut. Hab schon bald genug von Gesellschaft, habe mich ans alleineunterwegssein gewoehnt und die alten Geschichten sind ja eh schon lang vorbei. Werd mich wieder mehr auf mich selbst konzentrieren, man wird ja so schnell abgelenkt.
10.2.07
Hier noch ein Bild von meiner Ankunft.
Hier, das kleine Flugzeug. Der Flug ueber das Land war sehr beeindruckend, relativ geringe Flkughoehe. Besiedelter Kuestenstreifen, dann Huegel und Steppe, Berge, meilenweit ununterbrochener Dschungel, viele Seen, z.T. Stauseen, wie Juwelen in der Landschaft, dann wieder Siedlungsgebiete mit Feldern, sehr trocken, dann Bangalore, Millionenstadt, sehr modern, sehr gruen, ich seh beim Landeanflug den beruehmten Glaspavillon im botanischen Garten. Der Flughafen koennte irgendwo sein, Lindt-Schockolade, wieder Warten, delayed. dann weiter, groesseres Flugzeug, Goa und Karnataka sind sehr gruen, viel Dschungel. Goa ist anders, kuehler, lebendiger, fruchtbarer, westlicher.
Ist schon Abend als ich ankomme, statt 14.30 wie geplant. Ich versuche also schnellstens an die Agondabeach zu gelangen, eine der ruhigsten Buchten noch. Sehr abenteuerliche Reise, viel weiter als gedacht. Nehm am Schluss ein Tuctuc, der faehrt mich holterdipolter ueber schlechte Strassen. Der Fahrer macht sich zu seiner Aufgabe meine Freunde zu finden. Ich haette aufgegeben und irgendein Zimmer genommen. Es ist schon stockdunkel da und ich habe keine Ahnung was mich erwaret.
Aber Freude, das Nachtessen ist grad serviert als ich ankomme, ein Zimmer auch. Ich seh noch nichts, es ist ja stockdunkel. Die Ueberraschung folgt am naechsten Morgen, es ist wunderschoen, direkt am Meer am Rande der grossen Bucht. Dschungel, Lagunen, Felsen, Strand. Am naechsten Tag tauchen noch 3 Leute auf, die ich von frueher kenne. Viel, viel reden, tut gut. Alle haben ihren Teil des Lebens abgekriegt.
Habe schon einiges gesehen von Goa, wurde rumgefuehrt, gefaellt mir besser als der Sueden. Hab wieder ein Motorrad, heute abend gehtd jammen nach Palolem. Werde einige Zeit hierbleiben.
7.2.07
Bin grad am Flughafen, 6 Uhr aufgestanden, fast ohne Schlaf. Der Flug hat 2 Std. Verspaetung. Suesses kleines Flugzeug. Ich liebe fliegen! Der Flughafen ich sehr klein, aber indisch modern, klimatisiert. Sicherheitscheck schon durch. Es wimmelt von Muecken, die hasse ich, haben mir auch den Schlaf geraubt heut Nacht, war zu faul das Netz aufzuhaengen fuer eine Nacht. Zusammen mit meinen fliegenden Gedanken. Fuer Gedanken spielen km keine Rolle. Bestelle Shika den Taxifahrer, den ich von der Fahrt nach Kanyakumari kenne, nur desshalb, weil er so gute Musik im Auto hatte und frage ihn ob er mit CDs brennt. Macht er. Werd ihn bei meiner Abreise im April wieder bestellen. So indisch modern Sound, ganz interessanter Mix. Hier gibts sogar Toblerone und Mars und Snickers zu kaufen. Wuensch mir ganz fest einen Fensterplatz!!! Die Sitze sind nicht zugeteilt auf dem Boardingpass. Zweimal Rauf und Runter, Nachmittags sollte ich dann in Goa sein. Mhh reisen ist einfach schoen. Bin gespannt was mich erwartet.
6.2.07
War eine angenehme Nacht hier, war bewoelkt am Abend und angenehm kuehl, im Gegensatz zu meistens. Nutze die Gelegenheit mit dem guten net hier, weiss nicht wies in Goa ist. Kovalam, wo ich heute Abend bin werd ichs gar nicht erst versuchen. Lieber den Abend geniessen mit den Leuten die ich da kenn. Aber nochmals ein paar Bilder, da ichs hier so schoen raus habe.
Hier noch eine Geschichte ueber die Elefanten. Sie sind mit schweren Ketten angekettet. Als der Tsunami kam, er war auch hier, aber nicht so schlimm. Die Tiere spuehrten das, rissen sich los in Panik und fluechteten in die Berge. Auf dem Weg hoben sie Kinder auf ihre Ruecken um sie zu retten. Ich mag Elefanten.