Posted by heidok on August 31st, 2007 in Uncategorized

Zunächst, sagt sich Simrock, müsse er sich, um den späteren Ereignissen nicht wie ein Blatt dem Wind ausgesetzt zu sein eine Art Konzept für den Neubeginn machen:

Da Gewohnheiten die Situation eines Individuums entlasten, andererseits aber der Neubeginnende mit Gewohnheiten brechen will, sind Spannungen unvermeidlich. Sich also von Spannungen nicht überraschen lassen, sie gefasst erwarten. Dann: Sich nicht davor schämen, Standpunkte zu revidieren, in den Augen der anderen ein anderer zu werden. Gerade die Unzufriedenheit mit der Person, die man gestern noch war, hat die Handlung ja in Gang gesetzt, also wäre Scham nur ein Zeichen von Halbherzigkeit. Das richtigste ist, den neuen Standpunkt wie eine Fahne hoch über dem Kopf zu tragen, ihn herauszuputzen, bis er nach und nach selbstverständlich wird.

Dann: Das für notwendig gehaltene untersuchen. Den für notwendig gehaltenen Besitz untersuchen, um herauszufinden, wieviel Ballast sich darin verbirgt; die als notwendig gehaltenen Verhaltensweisen ebenso. Die für notwendig gehaltenen Wünsche überprüfen. Wie viele davon könnten aufgegeben werden, ohne die Lust auf die Zukunft zu mindern? Schon ein ausgemusterter Wunsch kann folgenreich sein. Wünsche aufgeben heisst Kapazität freisetzten. Als nächstes eine Phase grösster Konzentration: Die uneingestandenen Wünsche ans Tageslicht holen. Das wird nicht sofort gelingen, das ist keine Sache von Minuten. Sich immer wieder fragen, ob die uneingestandenen nicht die wahrhaft wichtigen sind. Erkennt man diese Wünsche schliesslich, oder ahnt man sie - nicht vor ihnen erschrecken. Vorsichtig mit dem Urteil abwegig sein, abwegig ist ein vorzugsweise von Gegnern der Veränderung benutztes Wort.

Skrupel und Feigheit säuberlich voneinander trennen, um Verwechslungen zu vermeiden. Sorgfältig prüfen, ob man nicht auch etwas anderes miteinander verwechselt, einerseits: bestimmte Wünsche haben wollen - andererseits: wünschen. Doch nicht zu lange prüfen, prüfen kann zur Ausrede werden. Die so erkannten Wünsche annehmen, sich zu ihnen bekennen, zuerst nur für sich.

Sich darauf einstellen, dass eine Zeit der Nichtübereinstimmung beginnt, genauer: der offenen Nichtübereinstimmung. Eine Zeit kleinerer oder grosser Kämpfe, das wird sich zeigen, man hat es nicht allein in der Hand. Die Beseitigung der Nichtübereinstimmung zwar anstreben, gleichzeitig aber wissen, dass ein Zustand von Uneinigkeit der Dauerzustand ist und nichts schändliches an sich hat. Ein flüchtiger Traum von Glück: Trotz Nichtübereinstimmung akzeptiert werden, darauf beharren dürfen ohne den Liebesentzug zu riskieren. Das Gefühl haben, dass Widerspruch nicht nur geduldet wird, sonderen einfach dazugehört, dass er gebraucht und erwartet wird, um nur ja nicht seine Ursachen zu übersehen. Dann: Die allgemein gutgeheissene Behauptung, wonach jede Entwicklung von Widersprüchen gekennzeichnet ist, mit Leben erfüllen. Sie auf sich selbst beziehen. Sie irgendwann umkehren: Inwieweit sind die Widersprüche von einer Entwicklung gekennzeichnet.

Weiter: Wie lernt man es, bis an seine Grenzen vorzudringen? Unbedingt untersuchen ob nicht ein ausgeklügeltes System aus Fehleinschätzungen, Angst, Bequemlichkeit und Selbstbetrug den Zugan zu den Grenzen versperrt. Wie Mauern im Landesinnern, weit vor der eigentlichen Grenze. Den Vorstoss zu dieser Grenze für wichtig halten, für das Wichtigste überhaupt. Sich nicht aufhalten lassen durch den üblichen Vorwurf, von Selbstliebe und Selbstsucht getrieben zu sein. Vielmehr daran glauben, dass erst im Grenzgebiet geheimnisvoll die Kraft wächst, Nutzen zu stiften; dass man erst dort imstande ist, die Rolle des Handlangers aufzugeben, die ja nicht nur Nachteile bringt, die ja auch den Vorteil einer faden Sicherheit bietet

Alles in allem: sich mühen, endlich nach dem neuesten Stand seiner Erkenntnisse zu leben. Und sich mühen. aufrichtig zu sein. Nicht nur in Zeiten, da Aufrichtigkeit erlaubt ist, sondern immer. Oder fast immer, oder sooft wie möglich. Sooft es die Kraft erlaubt. Und dann: Das Wiedersprechen nicht zum Prinzip machen, nicht zum Regelfall, wie Übereinstimmung nicht zur Ausnahme. Nicht aus dem Extrem des ausnahmlos Zustimmenden in das Extrem des ausnahmlos Ablehnenden fallen. Jedesmal neu entscheiden, immer wieder neu entscheiden, aus dem Entscheiden nie mehr herauskommen. Und seiner Überzeugung vertrauen, sie aber nicht für selbstverständlich halten……

Auszug aus “Schlaflose Tage” von Jurek Becker, den Text habe ich schon vorgetragen mit Tibor am Keybord, imponiert mir……


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30.8.07

Posted by heidok on August 31st, 2007 in Uncategorized

count 6

Roter Tag mit Schmerz und Regen, so richtig nicht schön, verkrümle mich in mein Bett und lass ihn vergehen. Spätnachmittags bricht die Sonne durch und bringt noch etwas Licht und Freude, zum Glück. Mit vorwärtskommen ist nicht viel los. Schneid mir die Haare, ganz kurz, aber nur vorne, die hinten die lass ich noch….

Geh abends nochmal raus in Engel und trink ein Bier, einfach frappant wie das wirkt. Geh noch ins Rümp, da war Aufräumaktion fürn Samstag, inetwa dasselbe getto wie hier und es ist immer wieder dasselbe mit x, der ist besoffen und in einem Zustand der alles andere als angenehm ist, weder für mich noch für andere. Die üblichen Verbalattacken, ist wie wenn ich im Regen steh, aber ich werde NICHT nass. Mach ein Soundcheck für Samstag mit den neuen Maultrommeln, kommt gut.


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29.8.08

Posted by heidok on August 29th, 2007 in Uncategorized

count 7

Haben die Bretter auf der Garage mit einer Riesenblache abgedeckt, so dass die Enden an allen drei Seiten übers Dach hängen. Genial, so bleiben die Bretter und die ganze Garage trocken und das Brennholz dazu. Da war haufenweise verrottetes Werkzeug und ein Mix aus Schrauben, Nägeln etc. Krass, das eine Chaos, oben im Westen hat das Feuer eliminiert und das andere, unten im Osten, das Wasser, nur entsorgen muss man noch selber.

Habe mit meinem immerewigen Entdeckerundneugiergeist einen supersuper Platz für die Wagenleute entdeckt, eilt ja nicht zur Zeit, aber Abklärungen werden getroffen.

War ziemlich Action heute, Janis Leute, Claudia und Gertrud haben Gespräch mit ihrem neuen Psychiater gehabt, bin froh, haben sie das von sich aus einfach gemacht, so muss ich mich nicht  mehr darum kümmern und es ist absolut stimmig. Sie waren zum Mittag- und Abendessen da. War auch gut so, um gleich die News zu tauschen. Bin Abends mit an einen Vortrag über Chakras an der Schule wo Janis jetzt ist. Vieles weiss ich schon, aber auch viele neue Details. Das Wissen fügt sich zu einem immer grösser werdenden (fliegenden?!) Teppich zusammen. Absolut interessant und spannend und weiterführend…..

Habe zwei Karten gezogen III, die Kaiserin und neun Kelche, Freude        Crowley

Das Maultrommelprofiset ist heute angekommen, gerade rechtzeitig! Sieben Stück gestimmt, mit Verbindungsklammern um sie je nach Bedarf zusammenzustecken. Wird sicher zum Einsatz kommen, Freitag, Samstag und Sonntag, das wird eine richtige Rummelzeit werden diese Tage, der Sturm vor der Ruhe, typisch, wieder voll verkehrtrum wie so oft……


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28.8.07

Posted by heidok on August 29th, 2007 in Uncategorized

count 8

Vollmond und es regnet in Strömen, ist mir grad angenehm und passt. Allein im Haus, ich freu mich schon auf die Ruhe und den Frieden, werd mich aber auch dran gewöhnen müssen. Hab noch nie allein gelebt. Niemand der Sauerei oder Lärm macht, aber auch sonst niemand. Niemand der fragt wo du herkommst, niemand wo du hingehst. Leere die man auffüllen kann, oder überwuchern lassen, oder auch gar nichts, einfach sein, ich freu mich auf die Leere…….


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27.8.07

Posted by heidok on August 27th, 2007 in Uncategorized

Hab mich frei gemacht gestern Nachmittag, der wunderbare Tag und war erst mit dem Töff unterwegs und noch ne Runde schwimmen und sonnenbaden, herrlich…. dann Grill an der Axensteinstrasse war richtig nett und wieder weiter, noch eine Runde Chilifunk und hab heut Muskelkater vom tanzen….aber hat so richtig gutgetan.

Es geht voran hier, das Chaos möglichst in allen Ecken verschwinden lassen, angefangenes beenden. Julia hat heute gemeint, sie will zusammen mit Janis und Bigi, sie ist Schreinerin, den oberen Stock fertig machen, das ist ja eine ganz neue Wendung und ich find das gut, passt.

Das Baggerland wächst, nun auch in die Tiefe, aber wegen der Wagenburg hat sich nichts bewegt. Scheint schreit kein Hahn mehr danach.


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25.8.07

Posted by heidok on August 25th, 2007 in Uncategorized

Soeben ist der Mond aufgegangen

Gesternabend auf der Baustelle

         Baggerland   Eine Insel im Baggerland   Die Insel   Aussicht aufn Säntis

Heiss isses, war grad mit dem Auto unterwegs, heiss wie Hochsommer. Nix mit Baden,  nix mit Heldenrennen, nix Flohmarkt, arbeiten, alles auf das Eine fokussiert, die Zeit eilt im Sauseschritt, der countdown läuft


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22.8.07

Posted by heidok on August 22nd, 2007 in Uncategorized

                                                              Feuersalamander

Das Bild des Feuersalamanders zeigt mir den Weg zu einem Buch das ich unbedingt lesen will. Zum Glück kann ich über Janis Leute bestellen so kommts günstiger. Lange Jahre hatte ich nie Geld, mir Bücher zu kaufen, ausser im Brockenhaus und Zeit zum Lesen braucht man ja auch. Die hab ich nicht im Moment, bin Vollgas am Arbeiten am Haus… und gibt garantiert noch megastress bis zum 5.September, easy, weiss ja wies läuft….

Die Baggerei nimmt riesige Ausmasse an, aber ich krieg so gut wie nix mit, ausser wenn ich vorbeilauf, die Wagenburg nimmt die Sicht. Werde eine Hecke pflanzen im Herbst. Sonst keine News von da, doch Maya ist weg fürn Monat in Italien, sicher auch ein Ort wo man immer wieder hinkann


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20.8.07

Posted by heidok on August 20th, 2007 in Uncategorized

Sie laden die Erde auf Lastwagen und fahren sie weg, wer weiss wohin. Hoffentlich haben sich die goldenen Blindschleichen die da wohnten, in Sicherheit bringen können. Die Feuersalamander wohnen in meinem Keller, ich hab sie dazu eingeladen.

Milo fährt heute ins Wallis, mit Traktor und Bauwagen, er kann da die Zirkusschule besuchen. Sie werden 2 Tage unterwegs sein, Martin sogar 4 mit retourfahren. In der Wagenburg ist jetzt eine Lücke. Sie haben Dans Wagen geräumt, der ist seit mehr als einem Jahr nicht mehr aufgetaucht, war nach Spanien verreist. Seine Mutter hat ihn abgeschrieben. Ganz schön hart sowas.

Da hat nochwer den selben Weg bekommen wie Anette, jemand den wir alle kennen. Ja, keiner entgeht seinem Schicksal. Sie gehen sehr verschieden damit um. Will unbedingt mal endlich den Orgon-Akkumulator bauen, frage mich wieso das Wissen weder anerkannt noch genutzt wird und ich schon so lange weiss und nicht handle. Am Samstag habe ich das Gerätchen zur Herstellung von kollodiertem Silberwasser erhalten, sehr simpel, könnte man sich sogar selber bauen. Das Wissen ist da und es ist so einfach, vielleicht zu einfach.

Das eine Lied da läuft mir nach, einfach cool was du da so machst

Ich freu mich auf den Herbst, das wird bestimmt ein goldiger

Hab mich versöhnt mit x


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17.8.08

Posted by heidok on August 17th, 2007 in Uncategorized

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                      Seit heutmorgen ist der Bagger da, es riecht nach aufgerissener Erde, ist wie Schmerz

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16.8.07

Posted by heidok on August 16th, 2007 in Uncategorized

Heut morgen um 9 sind 5 Bäume aufm Hügel bereits umgesägt und nicht mehr zu sehen, nur noch ein Haufen Häcksel liegt da, Thomas hat ja noch gesagt gestern, dass was läuft, aber damit hat keiner gerechnet.

Um 9.30 kommt x vorbei, arbeitest du nicht? Sie hat ihre Diagnose bekommen und nicht mehr lange……   gute Gespräche, es war eine freudige Begegnung.

Janis hat gestern die Mysterienschule in Bichwil begonnen, ihre Leute zahlen ihr das. Was bin ich froh, hat sich damals diese Türe geöffnet und es entwickelt sich alles sehr gut. Wir haben vereinbart, dass sie mir alles beibringt was sie da lernt, so hab ich heute gleich die erste Lektion, und lande wieder bei den alten Veden. Interessant! Freude.

Am 2. September ist wieder Andersmarkt in der Lokremise, am 1. ist Abschiedsfest im Rümp und am Tag davor mein Geburtstag, 7×7 jahre und das im 07. Es gibt viel zu tun….  und ich fühl mich richtig und voller Freude.

Da haben wir doch von Feinden geredet letzthin und ist mir bewusst geworden ich habe mir in meinem ganzen Leben noch nie Gedanken darüber gemacht ob ich welche habe oder nicht, aber ich habe keine, nicht das ich wüsste und die Streitereien die ich hatte sind ausgeredet und versöhnt, auch die grosse Sache wurde ausgesöhnt, gleich unmittelbar aussser, ich hab mir grad dieses Wochenende welche gemacht, als ich x Typ rausgeschmissen habe und als ihr das nicht passte, sie gleich hinterherschmiss… nein nicht gerade so, aber mir ist voll der Laden runter und bin nicht mehr bereit irgendwelche Kompromisse einzugehen und wenn ihr das nicht passt kann sie auch gleich gehen, werde nochmal mit ihr reden drüber, weil eigentlich mag ich sie ja….


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